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Charley's Page
Hinter jedem männlichen Erfolg steht eine Frau - heißt es.
Stimmt.
Deshalb ist diese Seite Charley gewidmet.
Ohne Charleys Hilfe und Einsatz wäre die Weltumsegelung mit der PANDAREA (m)ein Traum geblieben.
Nicht etwa daß sie besonders ehrgeizig wäre und mich zu
seglerischen Großtaten anstacheln wollte. Charley ist eine
begeisterte Reisetante und kennt (fast) die ganze Welt:
Regenwälder und Großstädte, Wüsten und Wasserfälle, fremde
Küchen und Märkte und Menschen sind ihre Leidenschaft
So ist es kaum verwunderlich, daß wir irgendwann, Anfang '90,
zusammen ausgefallene Reispläne sponnen und davon schwärmten,
irgendwann "mit der Machete zwischen den Zähnen durch den
Dschungel von Sumatra" zu trecken. Oder vielleicht mit einer
eigenen Yacht um die Welt segeln...? Zugegeben, dieser nautische
Aspekt war eher mein Wunsch aus Kindheitstagen.
Charley, die mit segeln bis dahin nichts am Hut hatte, allem
neuen gegenüber aber aufgeschlossen ist, fuhr also nach Elba,
lernte beim DHH tapfer wenden, halsen und Kurse verwandeln und
kam mit BR-Schein wieder. Dann verbrachten wir gemeinsame Urlaube
auf der PANDAREA, die damals noch meinem Freund Udo Hinnerkopf
gehörte. Tja. Und dann stand die PANDAREA eines Tages zum
Verkauf. Ich wollte sie! Charley - wenn auch skeptisch - machte
mit. Es folgten zwei Jahren Vorbereitung und Organisation (Urlaub
von der Firma, soziale Absicherung, Wohnung versorgen, Finanzen
regeln, Skippertraining, usw.).
Zusammen machten wir endlich im Frühjahr 1995 Gehversuche mit unserem
eigenen Schiff an der türkischen Küste und den zauberhaften
griechischen Inseln des Dodekanes. Doch es blieb dabei: Mich
versetzten Wind und Wellen in Begeisterung, Charley wollte lieber
an Land. Der Anker war in den Buchten noch nicht richtig
eingebuddelt, schon war Charley unterwegs, die Rezepte der besten
Tavernen zu erkunden, die staubigsten Ruinen zu erforschen, die
höchsten Vulkane zu erklimmen und sich mit den Einheimischen
auszutauschen - zumeist sogar in deren Landessprache. Wenn da
bloß nicht immer das viele Wasser zwischen den Land-Ausflügen
wäre...
Im zweiten Jahr stand dann fest: Nein, Charley würde nicht mit
auf die Reise per Boot um die Welt gehen. So kam es, daß ich nit
meinem Schiff alleine aufbrach und die meisten großen
Distanzen der Ozeane "singelhand" segle. Charley fliegt
-wie übrigens auch manch andere Mitsegelgäste- besuchsweise zu
Islandhopping-Törns mit gaaaaanz kurzen Tagesschlägen und vieeeeel
Landprogramm ein.
Dennoch ist sie bei der Reise stets präsent, ist und bleibt Stütze des Unternehmens: Ob mit seelisch moralischem Aufbau per e-mail, als Kontaktperson zu Mitseglern oder auch schon mal einer Fristverlängerin beim Finanzamt - Vermittlerin zwischen der Weite der Meere und der oft engen bürokratischen Welt zuhause. Charly ruft an, Charley klärt, Charley organisiert, Charley besorgt. Post, Wohnung, Schiffsersatzteile, die Firmenzeitung, Leberwurst, Schwarzbrot und "Haribo".
Ohne Charleys Hilfe wäre meine Weltumsegelung vielleicht nicht unmöglich, aber sicher viel viel komplizierter.
Danke Charley.

Charley im Yachthafen von Santa Cruz/Teneriffa, am Ruder und hoch oben auf PANDAREAs Saling.
Copyright © EDITION PANDREA 06/1999